Jana & Hubi am anderen Ende der Welt

Die Zeit rennt

 

Schon wieder ist ein Monat vergangen...  Viel erlebt haben wir nicht wuerde ich behaupten.. Wir sind beide fleissig und viel am Arbeiten. Der Job im Skigebiet macht nach wie vor Spass, ist aber schon ziemlich stressig und es bleibt kaum Zeit fuer anderes. Meistens gehen wir einen Tag die Woche Snowboarden, ansonsten gehen wir ab und zu mal mit Kollegen weg, auf Hauspartys oder in Pubs in Queenstown. Ausgehen kann man hier echt gut, in der Stadt wimmelt es nur von Pubs, Bars, Restaurants, Kneipen oder Clubs. Aber das geht ordentlich ins Geld, und zehrt an der Fitness… Jana hat sich schon zwei dicke Erkältungen eingefangen, Hubi wehrt sich nach wie vor hartnaeckig :)

Das Gute am vielen Arbeiten ist, es kommt wieder ordentlich Geld auf’s Konto, das wir ja bald auch wieder benoetigen.

Unsere Tage in Neuseeland sind schon gezaehlt. Kuerzlich haben wir eine E-Mail vom government erhalten mit dem Hinweis, dass unsere Visa bald auslaufen und wir doch bitte das Land verlassen moechten :( Schon krass, ist schon beinahe ein Jahr vorueber..

Wir haben uns auch entschieden wie es erstmal weitergehen soll: wir machen Urlaub in der Sonne Sued-Ost-Asiens, bevor es in den Winter in Deutschland geht :)

Ein Flug ist schon gebucht: am 04.10.11 fliegen wir von Christchurch nach Kuala Lumpur in Malaysia, das war der guenstigste Flug den wir bekommen konnten:) Von dort aus wollen wir nach Thailand hochreisen, und wenn die Zeit und das Geld reicht noch ein paar benachbarte Laender besuchen (Vietnam, Laos oder Kambodscha) . Plaene haben wir da aber noch keine. Wir leben schon ganz Neuseelaendisch, Planen oder Organisieren? Ach Quatsch, wird schon klappen wenn wir vor Ort sind :)

Wir wollen dann puenktlich zur Weihnachtszeit wieder zu Hause sein :)

Und wie es DANN weitergeht steht noch in den Sternen. Beschlossen haben wir, dass es entweder in Hubis oder in Janas Heimat gehen soll. Jeder von uns beiden hat da auch so seine Praeferenz ;)  Worauf dann die Entscheidung faellt ist von den Jobaussichten/ -angeboten abhaengig…

Naja, jetzt wollen wir erstmal die letzten Wochen in Queenstown geniessen, aber auf zu Hause und das grosse Wiedersehen freuen wir uns doch auch schon wieder :)

Wir hoffen euch allen geht es gut?

Liebe Gruesse aus dem weit entfernten Neuseelaendischen Winter

Hier noch ein paar Fotos unserer letzten Wochen:

unser Ausblick bei der Arbeit 

Amy Winehouse ist doch nicht tot :D

Kollegen im Heidi's Hut :)

Schneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee

Hallo liebe Familie, Freunde und treue Blogleser :)

Mal wieder haben wir mit einem neuen Eintrag auf uns warten lassen.. Sorry :)

Zuletzt berichtete Hubi, dass das Skigebiet Wetterbedingt noch nicht oeffnen konnte, ausserdem dass wir aus „unserem“ Haus ausziehen werden, und zurueck zu Sue nach Punatapu gehen. Dort wohnen wir nun wieder seit ein paar Wochen. Und kaum sind wir umgezogen, gab es das lang ersehnte Ereignis: das Skigebiet konnte eroeffnet werden. Anfangs standen den Gaesten nur ein paar Pisten mit Kunstschnee zur Verfuegung, doch keine Woche spaeter begann es zu schneien. Und es hoerte gar nicht wieder auf… Ein Traum, der ganze Berg voller Schnee, und sogar unten im Tal, also in Queenstown, hat es so sehr geschneit, wie seit Jahren nicht mehr.

Die Geaste und Urlauber rannten uns die Bude ein, zur Folge mussten weitere Mitarbeiter eingestellt werden, auch Hubi ist jetzt als „kitchenhand“ im F&B von Coronet Peak taetig. Meine Kollegen kannte er ja schon alle sehr gut, es ist toll, dass wir jetzt zusammen dort arbeiten. In unserer Freizeit (auch wenn es davon nicht so viel in den letzten 3 Wochen gab) gehen wir natuerlich selber auf die Piste. Ich uebe fleissig an meinen Snowboardkuensten, um mit Hubis Freunden mithalten zu koennen, wenn wir dann wieder zu Hause sind :)

Und auch meine Traumvorstellung von dem "kellnern-auf-der-Almhuette" ist noch wahr geworden, denn ich arbeite momentan nicht mehr in dem riesengrossen Restaurant im Hauptgebaeude, sondern in einem kleinen gemuetlichen Holzhaeuschen-Restaurant mit Kamin und toller Atmosphaere mitten im Schnee, mitten auf dem Berg :)

Sue ist wieder fuer ein paar Wochen nach Singapore zu ihrem Sohn geflogen und jetzt haben wir zum zweiten Mal ein tolles Haus fuer uns alleine :)

Hier ein Foto wie schoen es im Winter aussieht:

Heute und morgen haben wir frei, heute ist Ausschlaf- und Waschtag, morgen fahren wir in ein benachbartes Skigebiet und wollen einfach mal zu zweit den Winter und das Borden, weit weg von der Arbeit geniessen :)

Also, das Resume ist: wir arbeiten sehr viel, aber die Arbeit macht Spass und die Kollegen sind cool, wir koennen boarden gehen, wenn wir denn mal frei haben, und es kommt wieder Geld (welches wir dringend benoetigen) auf unser Konto. Also, Ende gut, alles gut :)

Bild von Hubi

Eine Aera geht zu Ende

"Meine Trainingswoche beginnt naechsten Montag, und das Skigebiet oeffnet dann am 04.06. Wenn es noch keinen echten Schnee gibt, wird er halt kuenstlich produziert :) Ganz im Kiwi-Style. Was nicht passt wird passend gemacht :)"

Pustekuchen!! Ganz so einfach wie es uns im Vorstellungsgespraech erzaehlt wurde und im letzten Beitrag zu lesen war ist es dann doch nicht. Schaut euch nochmal das Foto aus dem letzten Beitrag an - das mit den schneebedeckten Bergspitzen. So "viel" Schnee hatten wir seit her nicht mehr. Mutter Natur hat halt noch keine Lust auf den Winter. Und fuer kuenstlichen Schnee ist es auch noch zu warm. Was das konkret fuer uns bedeutet? Jana hatte ihre Einfuehrungswoche wie geplant in der ersten Juni Woche. Leider konnte das Skigebiet aus genannten Gruenden nicht direkt oeffnen.. und auch nicht die Woche drauf.. ebenso wenig wie die Woche darauf. Und es hat immer noch nicht geoeffnet, wird es wohl auch in den naechsten Tagen nicht.
Diese Situation hat unsere Plaene ziemlich zerschmettert. Einerseits fehlt uns natuerlich das Einkommen. Andererseits haben wir viel Zeit.
An dieser Stelle neigt man zu der Frage: "Was machen zwei Arbeitslose in Queenstown nur mit der ganzen Zeit?" Naja, zum Einen leben wir nicht vollkommen in den Tag hinein, sondern machen uns schon auch Gedanken ueber die Zukunft, zum Anderen hat Jana ja einen ganze Reihe Kollegen, die im gleichen Boot sitzen. Und hier kommt NZSki (der Arbeitgeber) ins Spiel. Und zwar in einer Art und Weise, wie ich es in Deutschland fuer undenkbar halte. Die wissen um die finanziellen Probleme der Mitarbeiter und haben ein ansehnliches Unterstuetztungspaket geschnuert:

  • Jeden Tag kostenfreies Mittagessen fuer alle Angestellten
  • Alle paar Tage kostenfreies Abendessen
  • Unterstuetzung bei der Beantragung staatlicher Hilfe
  • Verschiedene Angebote zu ehrenamtlichen Taetigkeiten in der Gemeinde, wie Aushelden bei der Heilsarmee, Bauprojekte im Kindergarten,...
  • Taeglicher kostenloser Bustransport von der Innenstadt zum Einkaufszentrum am Stadtrand, wo die Dinge des taeglichen Bedarfs guenstiger zu erstehen sind
  • Organisation von taeglich mindestens einer Aktivitaet in oder um Queenstown - kostenfrei oder stark verguenstigt, wie Wanderungen, Jetboat fahren, Bingo-Bowling, Sport in einer grossen Halle, und jede Menge anderer Touri-Attraktionen..
  • Durchfuehrung verschiedener Schulungen zu Themen aus dem Tourismus
  • Ausgeben von Lebensmittelpaketen fuer zu Hause
  • und sicher noch einiges, an das ich gerade nicht denke ;)

..und das klingt nicht nur nach jede Menge Beschaeftgung und Spass!!

Diese Angebote richten sich natuerlich nur an die Mitarbeiter. Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben: das schliesst Jana ein, mich aber aus. Theoretisch. Ich komme natuerlich nicht zum Dinner und greif mir einfach einen Teller Pasta ab. Aber wenn die Freizeitaktivitaeten nicht voll ausgebucht sind, darf ich gerne mit kommen. Neben einigen Erlebnissen haben wir so auch eine ziemlich coole Clique von Jana's Kollegen gefunden, mit denen wir uns auch privat treffen und abends auf die Piste gehen.

Ganz besonders haben Jana und ich uns ueber die Tageswanderung auf einem Teil des Routeburn Tracks gefreut. Es ist einer der bekanntesten und schoensten Wanderwege in Neuseeland und stand ganz oben auf unserer Wunschliste. Es tat so gut mal wieder so ein Traveller-Ding zu machen, mitten in der Natur zu sein und Ausblicke wie diesen zu geniessen:

Dann war diese Woche ja noch ein Ereignis ganz anderer Art: Jana's Geburtstag!! Aus der Feier im Schnee wurde leider nichts. Aber wir haben es uns nicht nehmen lassen die Vollendung des 25. Lebensjahres zu zelebrieren. Kurzerhand hat Jana ein paar Leute zu Kaffee und selbsgebackenen Muffins und Apfel-Blaetterteig-Ecken zu "uns nach Hause" eingeladen. Spaeter gab"s dann noch leckere selbstbelegte Minipizzas (ohhh.. ich bekomme gerade grossen hunger), bevor wir uns dann gemeinsam in das Nachtleben gestuerzt haben :) ..ein gelungener Abend, wie ich meine.

Schoen und gut, das alles. Aber wo ist die Verbindung zum Titel dieses Blogeintrages? Also.. das war so. Waehrend wir all die tollen Dinge erlebt haben, wohnten wir ja in dem schmucken Haus der Thailandurlauber. Diese haben auch eine tolle Zeit dort, wie wir per Email hin und wieder erfahren. Doch leider ist deren Urlaub bald vorbei; genau genommen diesen Sonntag. :( Damit Endet dann auch die Aera Eigenheim in Queenstown. Zum Glueck werden wir dann nicht auf der Strasse landen. Wir duerfen zurueck zu Sue, wo wir ja schon einige Zeit vor dem Housesitting gewohnt und gewwooft haben. Sie ist heute aus dem Urlaub zurueck gekommen - mit einigen Problemen zwar, wegen der Aschewolke (die meisten Fluege sind gecancelt), aber schliesslich hat sich es doch irgendwie wieder nach Queenstown geschafft. Und da immernoch kein Schnee in Aussicht ist, sind wir froh, wieder bei ihr arbeiten zu koennen.
Noch ist es aber nicht soweit und wir kosten die letzten Tage in unserem aktuellen Heim. Damit ihr auch mal ein Bild davon habt, und auch von unserem Schosshund und dem hageren Kater...

Also Leute.. es passiert hier immer noch einiges. Hoffentlich koennen wir euch naechstes Mal von unseren Snowboardfortschritten berichten. Drueckt uns die Daumen, damit Frau Holle mal ordentlich die Kissen schuettelt!

Gruessle aus dem Sueden..

unser Leben in Queenstown

Wir haben uns schon lange nicht mehr gemeldet..

Also ist es mal wieder Zeit fuer einen neuen Beitrag und Berichterstattung aus unserem Leben in Neuseeland. Vorweggenommen uns geht es super :)

Was euch sicher interessiert ist, ob wir den Job bei NZSki bekommen haben ?!?!?

Halb, halb. Einer ja, einer nein. Jana ja :) - Hubi nein :(

Zum Interview sind wir beide eingeladen worden, also kann das Video nicht so schlecht gewesen sein ;)

Hubi hat erfahren, dass sich ueber 200 Leute fuer den Lifti Job beworben haben, wovon 80 zum Gespraech eingeladen wurden. Von diesen wurden dann 20 (neue) genommen, 20 kommen vom letzten Jahr wieder. Also bei diesen Zahlen nicht verwunderlich dass es nicht geklappt hat, zumal Neuseelaender vor Auslaendern bevorzugt werden muessen.

Wie bei mir die Zahlen waren weiss ich nicht, aber ich habe den Job als Service Attendant auch nur dank meiner Hotelerfahrungen bekommen, mein Interview war echt easy-peasy so nach dem Motto, „dass du das alles kannst wissen wir schon, wir wollen nur noch sehen, ob du in Ordnung aussiehst und anstaendiges Englisch sprichst". Wohingegen Hubis Interview eine richtige Challange mit sehr schwierigen Fragen war…

Es ist mega schade, dass nur einer von uns den Job bekommen hat, andererseits gut, dass UEBERHAUPT einer von uns bald anfaengt zu arbeiten, wir wieder Geld verdienen und wir nur einen Saison-Skipass kaufen brauchen, der gehoert naemlich zu meiner Arbeitsausstattung und ist nicht gerade guenstig :)

Aber nun mal zu unseren letzten Wochen:

Nachdem wir die Familie mit den 2 Kindern verlassen haben, sind wir noch einmal zu Sue nach Punatapu zurueckgegangen zum wwoofen. Bei ihr haben wir uns sehr wohl gefuehlt und sie ist auch mit unserer Arbeit sehr zufrieden, weshalb wir nochmal 2 Wochen bei ihr waren. Aber nicht nur hier in Queenstown, wir sind noch fuer 5 Tage mit ihr nach Karitane gefahren. Das liegt ca 20 Minuten noerdlich von Dunedin und dort hat sie ein Ferienhaus  welches sie vermietet. Dort mussten ein paar Arbeiten am Haus und am Grundstueck verrichtet werden. Also haben wir noch ein paar traumhaft schoene Tage im Strandhaus verbracht.

Ein paar Extrastunden hat sie uns „bezahlt“ (wwoofen basiert darauf kein Geld zu bekommen) indem wir ins Kino eingeladen wurden, und NOCH BESSER am Freitagabend beim Rugby Heimspiel der Highlander waren. Dies ist das Heimteam von Otago, der District in welchem sowohl Queenstown als auch Dunedin liegt, mit Dunedin als Heimstadion. So haben wir nach vielen Rugby Spielen im Fernsehen das erste Mal eines live gesehen. Das war wirklich cool. Die Highlanders haben zwar knapp verloren, aber der ganze Event war grandios. Die Zaeune um das Spielfeld herum sind nicht mal einen Meter hoch, und nach dem Spiel koennen die Kinder darueberhuepfen um die Spieler beim Feld verlassen abzuklatschen… Wenn man das mit dem deutschen Bundesligafussball vergleicht, ist das schon ein anderer Schnack :)

Nach den zwei Wochen bei Sue sind wir dann zu unseren neuen wwofing-Gasteltern gefahren. Dies sind die Nachbarn von der Familie mit den Kindern und auch nur 5 Min von Sue entfernt. Hier haben wir nochmal eine Woche gewwooft (einen Garten komplett umgegraben, von Unkraut befreit, Blumen gestutzt und mit Mulch abgedeckt, um diesen fuer den Winter fertig zu machen). Ihr duerft uns jetzt Profigaertner nennen ;) Das Ehepaar ist jetzt fuer 6 Wochen nach Thailand geflogen (der gesamte Jahresurlaub wird hier gerne am Stueck genommen, da die Urlaubsziele ausserhalb Neuseelands immer viele Flugstunden entfernt sind) und wir haben nun unseren neuen Job: Haus-Sitten. Sie haben eine Huendin (Maggie) und einen Kater (Oscar) auf die wir jetzt aufpassen und wir geniessen den Luxus der eigenen vier Waende. Wir kuemmern uns also um Haus und Tiere und wohnen im Gegenzug kostenfrei.  Nach einigen Monaten in Hostels und auf Campingplaetzen ist das wirklich traumhaft  :)

Nebenbei fahren wir taeglich zu Sue und arbeiten bei ihr ein paar Stunden am Tag. Sie fliegt diese Woche nach Singapur zu ihrem Sohn und wollte keine neuen wwoofer mehr vorher haben, so hat sie uns gefragt ob wir weiterhin bei ihr arbeiten wollen. Es war sowieso abgemacht, dass wir ihre Tiere fuettern (Rehe und Ziegen) waehrend sie weg ist.

Die Idee ist, dass wir dann wieder zu ihr gehen, wenn das Haussitting vorbei und sie wieder da ist. Alle Stunden die wir jetzt schon arbeiten, sind unsere „Gut-Stunden“, diese brauchen wir dann spaeter nicht mehr arbeiten wenn wir wieder bei ihr wohnen.

Bei Sue ist es echt super, daher haben wir uns ueberlegt, dass wir nach dem Haussitting wieder zu ihr wollen (sie hat ja eh genug Zimmer). Entweder wenn wir beide arbeiten, wwoofen wir nur ein paar Stunden fuer die Uebernachtungen, oder, wenn nur ich arbeite, dass Hubi dann Vollzeit-Wwooft, fuer unsere Uebernachtung und Verpflegung und ich dann bezahlt arbeite um das Konto wieder zu fuellen. Das kommt ungefaehr genauso raus, als wenn wir beide bezahlt  arbeiten und dann Miete und Verpflegung zahlen muessen.

Also, das ist gerade so unsere Idee fuer unsere kommende Zeit in Queenstown.

Meine Trainingswoche beginnt naechsten Montag, und das Skigebiet oeffnet dann am 04.06. Wenn es noch keinen echten Schnee gibt, wird er halt kuenstlich produziert :) Ganz im Kiwi-Style. Was nicht passt wird passend gemacht :)

In diesem Sinne verabschiede ich mich heute von euch.

Wir hoffen es geht allen gut und ihr geniesst den Fruehling, besser gesagt den Sommer.

Achso, noch eine Kleinigkeit zum Wetter, das hier (quasi) gerade Ende November ist merkt man noch nicht so richtig. Wir hatten vielleicht 3 oder 4 richtige Regentage, wo es dann auf den Bergen um uns herum gescheit hat, aber ansonsten koennen wir noch mit Pulli und oder Fleece draussen rumlaufen und weiterhin den „Herbst“ geniessen, denn Winter kann man das noch nicht nennen :)

Bild von Hubi

Nach der Ruhe kommt der Sturm

..sooooooooooooo.. hab euch gerade eine ausfuehrliche, humorvolle Berichterstattung mit viel Liebe zum Detail getippt und dann mit der falschen Taste ins Nirgendwo geschossen! WAAAAAAA!!!!!
Deshalb jetzt die gekuerzte und nuechterne Fassung ueber unsere Zeit nach Punatapu..

Montag sind wir zu unserer zweiten Wwoofing Stelle gefahren, nur paar hundert Meter von Punatapu entfernt. Hier hat uns ein komplett anderes Leben empfangen. Unsere Gastfamilie besteht aus den Eltern (sie Englaenderin, er Israeli), zwei Kindern (sie 9 Monate, er 2 1/2 Jahre), sowie einem Hund und 2 Katzen. Die beiden Kinder halten alle ordentlich auf Trab, sind aber (wenn nicht muede) wirklich suess und liebenswuerdig.. und es gibt durchaus Zeiten, an denen sie nicht muede sind ;)

Unsere Aufgaben hier weichen etwas von denen in Punatapu ab. Vor allem helfen wir im Haushalt, bespassen die Kinder und bringen Ordnung in den ans Haus angrenzenden Urwald, auch "Garten" genannt. Ein bis 2 mal taeglich drehen wir mit dem Hund und manchmal mit der Kleinen im Kinderwagen eine groessere Runde am See entlang.
Wir fuhlen uns auch hier ziemlich wohl. Tamy und Tai, unsere Hosts, sind locker drauf und die Kinder haben uns voll als Spielpartner akzeptiert. Aber das Beste ist, die beiden machen in ihrer Freizeit jegliche Aktivitaet, die Spass bringt.. an zwei davon haben sie uns teilhaben lassen :)

Am Mittwoch war gutes Wetter, klare Sicht und kaum Wind - einwandfrei fuer Paragliding! Nebenberuflich sind Tamy und Tai Gleitschirmflieger und nehmen zahlende Gaeste mit zu einem Tandemflug ueber Queenstown. Wir durften kostenlos mit :P
Ein wirklich packendes Erlebnis!! Wenn ich darueber schreibe, kommen die Gefuehle wieder hoch. Nach einem spannenden Start am Berg ueber Queenstown war da einfach nur Freiheit und Frieden. Man haengt in der Luft, ueber einem der geraeuschlose Schirm und sonst nichts. Die Beine baumelnd kommt man gar nicht aus dem Staunen raus. Ein Vogel sollte man sein.. Die Umwelt voellig vergessen, ploetzlich Tai's Stimme, die mich aus der Trance holt: "Ready for some fun?"
Ich sage "klar" und schon geht es im Sturzflug abwaerts. Sekunden spaeter finde ich mich wild durch die Luft schleudernd wieder ein, dann eine sauberer Looping, gefolgt von heftigen Spiralen abwaerts.. Das macht unglaublich viel Spass, verbunden mit packendem Thrill, da kann jede Achterbahn einpacken!!

Nach einem Tag Erholung von den Adrenalinschueben beim Paragliding, kamen Tamy und Tai am Freitag schon mit der naechsten spassbringenden Idee um die Ecke: Canyoning. Wer jetzt nicht sofort bescheid weiss, was das sein soll, kann sich gut in unsere Lage versetzten. Die Erklaerung fiel in etwa so aus: Ihr seilt euch zu einem Bach ab und folgt seinem Lauf dann fuer einige Zeit, das macht Spass!!
Ok, klang fuer mich auch gleich nach einer super Sache und im Abseilen bin ich auch ziemlich geuebt ;) "Also los geht's", denk ich mir.
Pustekuchen. Erst mal mussten wir uns in Neoprenanzuege zwaengen. (Ich wollte schon immer mal so n Ding anprobieren)

Dann bekamen wir Schuhe, die nass werden koennen. "Irgendwie scheint man diesem Bachlauf anders zu folgen als gewohnlich" schoss es mir durch den Kopf. Aber, hey, wenn's Spass macht.. Mit Neopren, Helm und Wanderschuhen bekleidet sind wir dann einen Pfad entlang spaziert und haben uns eine Klippe (ca 15 m) abgeseilt, um zum Bach zu gelangen. Der Bach war ganz schon felsig und hatte reisende Stromschnellen. Hauptsaechlich sind wir dann durch den Bach gelaufen, teilweise geschwommen und an zwei Stellen galt es Wasserfaelle hinunter zu springen/rutschen (7 bzw 4 Meter). Obwohl das Wasser scheiss kalt war (~3 Grad), hatten wir wirklich eine Monsterportion Spass!!!! Ein Erlebnis das nicht zu erklaeren, aber auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist!


hier das Erlebnis auf Video:
http://www.youtube.com/watch?v=XGZYBQzMTkE&feature=youtube_gdata_player

Jaaaa, uns geht es hier in NZ schon gut :)
Seid gespannt, wie es weiter geht. Wir freuen uns schon drauf..

P.S. Frohe Ostern, euch allen!!!!

P.P.S. Respekt allen Eltern - ihr habt einen harten Job.. besonders meine.. Mami ist die Beste!

Punatapu

Hallo ihr Lieben,

es gibt schon wieder einiges zu erzaehlen.. ich mach mal den Anfang, Hubi uebernimmt dann spaeter...

Also, WWOOFEN : ist eine geniale Sache :) Bislang haben wir durchweg positive Erfahrungen gemacht! Man ist mal abseits von den Touristenstroemen, nicht mit Dutzend anderen deutschen Backpackern im Hostel.. Sondern erlebt das Leben der Einheimischen hautnah :) 

Unsere erste Station heisst Punatapu (www.punatapu.com) eine verwittwete Dame in den 60ern die ein riesen Anwesen (15 Hektar) mit einem richtigen schmucken Haeuschen,

sowie Wild und Ziegen besitzt. Ihr in England lebender Sohn kommt immer fuer den neuseelaendischen Sommer um zum Einem mit dem Garten/ Wald/ Grundstueck zuhelfen, zum Anderen die Gaeste zu bewirten die sie in Punatapu beherbergen.Aber trotzdem ist die ganze Arbeit nicht zu schaffen, so hat Sue reglmaessig wwoofer zur Hilfe. Nicht gerade die Neuseelaendische strandard-Familie, aber who cares :)

Wir haben jeden Tag 4,5 Stunden gearbeitet, die erste Woche ausschliesslich draussen (Blaetter Anhaengerweise zusammenrechen und zum Komposthaufen (ca 6x8 meter gross...) fahren,  Holz fuer den Kamin zuschneiden/ saegen. Aepfel, Birnen und Wallnuesse von den eigenen Baeumen pfluecken und die Tiere, vor allem die Handzahme Ziege Persil, fuettern.

Und das im Austausch gegen in gemuetlichen Wohnen, von gradioser Landschaft umgeben,

und sehr leckeres Essen (die Dame kocht genial, und auch nicht gerade knapp) so haben wir Pilzsuppe, Tomatensuppe (alles aus eigenem Anbau) frisch gekocht bekommen (zum Lunch ne 'Kleinigkeit') und abends dann immer Reispfannnen, Auflaeufe usw. und als ob das noch nicht genug waere... :

Die zweite Woche wurden dann Gaeste in Punatapu beherberg, die mal locker 1000 Dollar die Nacht zahlen, das ganze Anwesen

 

fuer sch haben (Pool, Whirpool und Sauna inklusive) und abends einen privaten Chef (Koch) ihren nennen duerfen. Als Gegenleistung fuer Housekeeping, Hof fegen, Dinnerservice und Abwaschen haben wir dann das gleiche Menue wie die Gaeste erhalten. Bluff Austern (beruehmte Delikatesse im ganzen Land) etc verspeist :) Zitat Nicole: ihr lebt da ja wie die Made im Speck.. hhhmm.. STIMMT :D

Naja, obwohl wir dort nur 4,5 Stunden pro Tag (7 Tage die Woche) geschafft haben, hatten wir trotzdem nicht so viel Freizeit. Die Bewerbungen fuer das Skigebiet mussten geschrieben werden. Wir haben und bei den 3 Skigebieten hier in der Region beworben. Die liebe Sue hat uns unterstuetzt und unsere Texte korrektur gelesen, und sich als unserer Referent angeboten. Das ist hier in Neuseeland in 90% der Bewerbungen Pflicht! Und wer denkt, ach was, mal schnell ne Bewerbung schreiben, der hat nicht mit NZSki.com gerechnet. Erstmal fiese Fragen, a la, nenne uns eine Situation in der du Fuehrungseigenschaften bewiesen hast. Aber das war ja noch nicht das groesste: We welcome videos posted on You Tube as an opportunity for you to highlight your suitability to NZSki and the role you have applied for.

Video, neeee, quatsch machen wir nicht! .... Obwohl, Zeit haetten wir ja, und es kommt sicher auch gut an. Also, dann seht uns staunt einmal, was wir da tolles fabriziert haben :D

PS: Heidis Hut ist die Cottage in der wir uebernachtet haben (oberhalb des Punatapu Gasthauses auf nem Huegel gelegen, und die andere Richtung ist unser Ausblick waehrend der Arbeit :P )

http://youtu.be/fjyk-NUZzaE?hd=1

Enjoy :)

 

PPS: und hier noch ein Sonnenaufgang den wir von unserer Cottage aus bewundert haben

auf zu neuen Unfern

Kia Ora,

Eine Woche ist schon wieder seit der Abreise meiner Eltern vergangen, und da wollten wir euch doch mal berichten was wir seit dem erlebt haben.

Sonntag frueh um 4 hat der Wecker geklingelt und wir haben Mam & Dad zum Flugahfen gebracht und uns anschliessend wieder ins Bettchen gelegt :)

Als wir dann spaeter zu zweit gefruehstueckt haben war es doch etwas merkwuerdig wieder „allein“ zu sein. 4 Wochen lang haben wir JEDEN Tag alles gemeinsam gemacht, vom Fruehstueck bis zum Abendessen, und wir haben wirklich durchgaengig eine tolle Zeit gehabt, viel zusammen gespasst und gelacht und alles geteilt. Danke fuer den grandiosen Urlaub Mama und Papa !

Da sassen wir nun zu zweit in Christchurch (in der kaputten Stadt, die nicht gerade zum Froehlichsein motivierte) und noch keinen Plan wie es weiter geht. Wir kamen uns ein Wenig wie ganz am Anfang unserer Reise vor, gespannt wie es wohl weitergeht.

Die letzten Monate war immer alles gut voraus geplant, wir wussten worauf wir hinarbeiten (Besuche von Katha & Patrick und meinen Eltern), haben uns um unsere Jobs im Voraus gekuemmert und sind keine Strecke zweimal gefahren.

Diesmal wollten wir es anders angehen, mal nicht die sichere Variante (wir haetten zurueck nach Fairlie koennen) gewaehlt, sondern das „Abenteuer“ und die Ungewissheit gesucht :)

Also, wir brauchten einen Plan: erstmal wieder in den Van einziehen, alles auf- und umraeumen und wieder zum bewohnen herrichten. Ausserdem sollten wir ein paar Vorraete einkauefen. Und aehm, naja, um einen neuen Job kuemmern, da wir die letzten 4 Wochen zwar schon auf die Ausgaben geachtet, aber doch einige Touri Attraktionen mitgenommen und den ein oder anderen Dollar auf den Kopf gehauen haben. Fairlie sei Dank hatten wir genug Ersparnisse fuer den Urlaub beisammen, die sich nun aber auch wieder dem Ende naeherten.

Da wir nun zum ersten Mal seit wir in Neuseeland sind keine begrenzte Zeit zum Geld verdienen zur Verfuegung hatten , wollten wir es mal mit WWOOFEN probieren (Willing Workers On Organic Farms) dies ist eine Institution die jungen Reisenden hilft Familien zu finden, bei denen man eine Weile leben und bei der Farmarbeit helfen kann. Ca. 4 Stunden am Tag im Austausch fuer Uebernachtung und Verpflegung. Zwar kein Einkommen aber auch keine Ausgaben, ausserdem mal die Moeglichkeit in einer richtigen Kiwifamilie zu leben, und neben der ganzen Natur auch mal etwas Kultur von dem Land  kennenzulernen in welchem wir uns jetzt schon seit 6 Monaten befinden.

Wir wollten uns nur auf die Umgebung von Queenstown und Wanaka konzentrieren, da dort die groessen Skigebiete des Landes sind, und wir dann zu hoffentlich anfallenden Bewerbertagen schon vor Ort sind.

So haben wir eine Zusage bekommen, am Montag den 4. April in einer Familie nah bei Queenstown zu wwoofen.  Super :)

Und bis dahin?? Etwas cash waere nicht schlecht :) Wir bewarben uns auf einen Job in Christchurch einen Laden (aehnlich wie Karstadt) der vom Erdbeben betroffen und seit dem geschlossen war mit auszuraeumen. Das Gebaeude wurde erst jetzt fuer die Besitzer freigegeben, alles brauchbare auszuraemen, bevor es komplett restauriert oder in Stand gesetzt und wieder zugaenglich gemacht wird.

 Und auch hier eine Zusage ;) Dienstag ging es los, wir haben 4 Tage lang Waren die keinen Schaden hatten in Kartons geraeumt, auf Palletten gestapelt und diese zum Abtransport gefertigt. Unglaublich, wie viel Kram in so einem Laden ist (2 Verkaufsstockwerke + Lager). Wir waren mit ca 40 Leuten 4 Tage lang beschaeftigt und am Montag soll es noch weitegehen. Etwas unheimlich war das schon, sich in diesem Gebaeude aufzuhalten. Es stand kaum Licht zur Verfuegung (die ganzen Leitungen sind wohl zerstoert) und die gesamten Zwischendecken wurden aus Sicherheitsgruenden entfernt bevor wir rein konnten. So hingen Kabel und Schlaeuche von den Decken und alles war irrsinnig staubig und dreckig. Der Betonboden teilweise rissig und mit einer getrockneten Schlammschicht bedeckt.

Nur mal kurz zur Beruhigung, alle Menschen sind sicher aus dem Gebauede gekommen und es sind auch keine Waende eingestruerzt oder Decken eingebrochen. Einige Ragale sind umgestuerzt und Waren rausgefallen. Sowie die Schlammschicht hat im Lager alle auf dem Boden stehenden Kartons eingeweicht. Aber es sind keine groesseren Schaeden entstanden. Glueck fuer die Firma noch viele BRuachbare Gueter zu besitzen.

Neben einigen Backpackern oder Gelegenheitsjobbern haben auch viele Verkaufsmitarbeiter aus dem Laden dort gearbeitet. So haben wir die Erdbebenerlebnisse und -erfahrungen aus erster Hand zu hoeren und spueren bekommen. Die taeglichen Unterhaltungen gehen dann darum, welche Gebaeude oder Haeuser wieder zugaenglich sind, ob die Schulen der Kinder wieder offen sind, oder ob man das Nachbeben der letzten Nacht gespruert hat. Ausserdem, ob die Versicherung fuer das zerstoerte Heim aufkommt und wann sie wohl zahlen wird. WOW, das war eine krasse Erfahrung, wie diese tragischen Ereignisse zum Alltag der Christchurcher werden. Aber sehr toll zu beobachten ist, wie positiv sie gestimmt sind. „We love our City, we will rebuild it, and we make it even better“ Zitat eine Mitarbeiterin aus dieser Woche. Sehr bemerkenswert, wirklich!

Trotzdem waren wir froh als wir am Freitag wie Stadt hinter uns lassen konnten. Die Innenstadt ist immernoch komplett gesperrt, Strassen teilweise sehr rissig und kaputt. Einiger Haueserblocks dem Erdboden gleichgemacht… Und immer wieder kleine Nachbeben von denen geprochen wurde..

Also, auf nach Queenstown :) Wir sind ueber den Arthurs Pass gefahren, der schoenste der Alpenpassstrassen, und der letzte Fehlende auf unserer Route.

Wirklich eine tolle Gegend, aber leider hatten wir nur einen Tag Zeit und sind weiter an die Westkueste. Traumhafte Kuestenregionen

und tausende von Sandflies. Ein Horror! Wer sie nicht kennt: kleine Biester die aussehen wie unsere Eintags- oder Fruchtfliegen, aber ganz fies beissen. Die Stiche sind sehr rot, wenn ein Arm oder Bein befallen wurde, sieht es aus wie Masern und juckt auch so :)

Also schnell weiter, heute schlafen wir in Wanaka auf einem Campingplatz, traumhaft am See Wanaka gelegen (Danke fuer den Tip Uli und Marleen) und morgen geht es dann zu unserem neuen Zu Hause auf Zeit in Queenstown.

Wir werden euch natuerlich auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank fuer eure Beitraege so wissen wir auch wie es euch daheim so ergeht.

Geniesst den Fruehling, hier hat der Herbst Einzug gehalten und es wird wirklich langsam frisch..

Cheers :)

die Aufregung setzt sich fort

Hi folks !

Heute melde ich zum letzten Mal aus diesem unglaublichen Land. Wir haben Freitag, wir sind in Oamaru an der Ostkueste und werden morgen unsere finale Station, Christchurch, ansteuern, aber quasi nur zum Uebernachten, und von dort geht es am Sonntag morgen um 05:40 Uhr (!) mit einem Inlandsflug fuer `n Appel und `n Ei (ca. 40 Euro) nach Auckland und weiter um 09:55 Uhr nach Seoul, wo wir eine Uebernachtung haben, um am naechsten Mittag gen Frankfurt weiterzufliegen.

Die letzten Tage waren erneut mit Highlights gespickt, und das Wetter war weiterhin krass : viel Sonne, kein Regen (die Suedinsel-Westkueste hat im Schnitt 220 Regentage im Jahr !), nur an den Temperaturen merkt man inzwischen den beginnenden Herbst : von ueber 20 Grad auf 15-16 Grad.

Queenstown am Montag : super ! Wir fuhren mit der Sky Gondola auf einen Berg 450 m ueber der Stadt und konnten dort beobachten : Bungy Jumper von der Plattform, die Jana und Hubi benutzt hatten, Respekt ! Und dann die Paragluider, die majestaetisch vom Berg hinunterschwebten. Und der Blick auf Queenstown und den See ! Wir waeren am liebsten stundenlang oben geblieben. Ging aber nicht, es wartete der Milford Sound ! Nach einer angenehmen Nacht in Manapouri bei Te Anau, wenn man von Hunderten von Muecken absah, gegen die wir mehr oder weniger erfolgreich zu Felde zogen, ging es am Dienstag zum Milford Sound. Allein die Strasse dorthin, als eine der schoensten Autostrassen der Welt apostrophiert, war schon bombastisch, ihr werdet die Fotos sehen ! Wir hatten eine Uebernacht-Tour auf dem Sound auf einem urigen Schiff gebucht, und sie war deeply impressive ! Wir sahen : krasse Berge links und rechts des Fjords, Delphine, Jana und Hubi als Kajak-Fahrer, ein grosses Kreuzfahrtschiff, diverse Wasserfaelle unundund… Da machte es auch nichts, dass die Nacht in den engen Kojen entbehrlich war.

Am Mittwoch machten wir uns dann auf den langen Weg nach Dunedin (ueber 400 km), wo wir zwei Naechte im Hogwartz-Hostel (Die Verwandtschaft zu der Harry-Potter-Schule ist beabsichtigt und war hier und dort auch zu entdecken) verbrachten. Dort konnten wir nach der vielen Fahrerei der vorigen Tage ein wenig abhaengen. Dunedin ist ziemlich british angehaucht und durchaus einen Besuch wert. Und : sie hat die steilste Strasse der Welt zu bieten (19 % Steigung !). Da mussten wir natuerlich mit unserem vollbepackten Nissan heute morgen hochcruisen, well done Hubi !

Auf dem Weg hierher noch ein einmaliges Naturschauspiel : die sog. Moeraki Boulders am Strand, das sind fast kreisrunde ueberdimensionierte „Murmeln“ aus Stein, die groessten haben einen Umfang von 4 Metern ! Die liegen da einfach nur herum, auch nur da und nirgendwo sonst, und das schon seit undenklichen Zeiten, sind aber inzwischen langsam am Zerbrechen, trotzdem beeindruckend.

Und das (fuer mich) beste wartet heute abend auf uns : Pinguine live in der freien Natur ! Ich bin guter Hoffnung, dass im Gegensatz zum Nicht-Kiwi-Sehen wir nachher mehr Erfolg haben werden. Wenn wir zurueck sind, schreibe ich euch nochmal eben. See you later !

 

So, wir sind zurueck von unserer Pinguin-Beobachtungs-Tour, und es hat sich gelohnt ! Zuerst sahen wir insgesamt 7 Gelbaugen-Pinguine an einem Strand aus dem Wasser kommen und die Boeschung zu ihren Heimen hochklettern, einer kam sogar ganz in unsere Naehe, obwohl Pinguine ja aeusserst menschenscheu sind. Das war cool ! Und danach ging es zur Blaupinguin-Kolonie, dort setzte ich mich auf eine Tribuene zusammen mit gefuehlt 100 Chinesen und sah insgesamt 18 Pinguine aus dem Wasser kommen und zur Kolonie eilen. Das war noch cooler ! So ist mein grosser Wunsch in Erfuellung gegangen.

Also, liebe Leute, wir sehen oder hoeren uns dann naechste Woche wieder zu Hause. Bis dahin ! Jana und Hubi werden euch natuerlich ueber ihre weiteren Erlebnisse auf dem Laufenden halten.

 

aufregende Suedinsel

Good morning Germany !

Heute ist Sonntag, Werder hat schon wieder gewonnen (lebenslang gruen-weiss !), und wir haben weitere aufregende Dinge erlebt :

Wir verliessen Picton im Regen, aber auf dem Weg nach Kaikoura schien schon wieder die Sonne. So konnten wir an der Kueste auf diversen Felsen Dutzende von grossen und kleinen Pelzrobben beobachten. Spannend ! In Kaikoura selbst genossen wir auf der angrenzenden Halbinsel einen beeindruckenden Blick aufs Meer, bevor wir zum Uebernachten nach Hanmer Springs fuhren in ein kleines Hostel, das von einer Deutschen, Julia, gefuehrt wird, die schon seit 27 Jahren in Neuseeland lebt. Tags drauf ging es durch die Berge zur Westkueste. In Punakaiki hatten wir den naechsten Stop in der bis jetzt tollsten Unterkunft : ein Blockhaus mitten im Regenwald ! Hier fuehlten wir uns so wohl, dass auch der zurueckkehrende Regen uns nichts ausmachen konnte. Am kommenden Vormittag fuhren wir dem naechsten Highlight entgegen : die imposanten Pancake Rocks (Felsformationen, die wie aufeinandergeschichtete Pfannkuchen aussehen) mit ihren Blowholes (Loecher in den Felsen, durch die das Meerwasser fontaenenartig hochschiesst) warteten auf uns. Wir hatten Glueck, zur Flut dazusein, so konnten wir unglaubliche Fotos machen. Freut euch drauf !

Hier schon mal ein Vorgeschmack von einem 'Blowhole':

Weiter ging es ueber Greymouth einem weiteren absoluten Hoehepunkt unserer aufregenden Reise entgegen : der Franz Josef Glacier wollte bestiegen werden ! Wir hatten einen gefuehrten Halbtagestrip aufs Gletschereis gebucht, und ich sage euch : etwas Groesseres gibt es wohl kaum ! Wir kamen uns wie Reinhold Messner und Arved Fuchs zusammen vor. Es ist schon ein irres Gefuehl, unter der Fuehrung des super sympathischen Justin auf dem Eis herumzukraxeln, auch durch einen halben Meter breite Eisspalten, und das noch bei strahlendem Sonnenschein !

Als waere das nicht genug gewesen, wollten wir abends unser bisheriges Glueck bei allen unseren Unternehmungen herausfordern und auf einer gefuehrten Tour einen Kiwi, das Nationaltier Neuseelands, live in der Natur sehen. Die Tour war auch sehr interessant, allein es blieb uns die Ansicht dieses bemerkenswerten Vogels verwehrt. Nun muss man wissen, dass Kiwis sehr selten und sehr scheu sind, maximal nur paarweise in riesigen Territorien auftreten, und das auch nur nachts. Hoeren konnten wir mehrere Kiwis, zu sehen bekamen wir leider keinen, obwohl wir mehrere Stunden still und stumm im Wald frierend herumstanden und darauf warteten, dass uns ein Kiwi ueber die Fuesse laufen wuerde . Schade, schade ! So muessen wir dann doch noch ein Kiwi-Nachthaus in einem Wildlife-Center aufsuchen.

So sahen wir uebrigens in voller Kiwi-Beobachtungstour-Ausruestung aus:

Und nun sind wir in Wanaka nach einer Fahrt an den Southern Alps entlang, vorbei an rauschenden Gebirgsfluessen, wunderschoenen Seen und Tausenden von sand flies, die aussehen wie unsere Eintagsfliegen, aber bei jeder Gelegenheit sich auf jeden Zentimeter unbedeckte Haut stuerzen, um zuzustechen, und diese Stiche jucken dann tagelang wie bloede !

Morgen geht es unserem naechsten Hoehepunkt entgegen : Queenstown und danach dem Milford Sound ! Ich werde euch berichten. Macht es gut, bis naechste Woche !

 

PS: im letzten Beitrag von mir sind jetzt auch schon Fotos zu bestaunen :)

..Fortsetzung

Hi everybody in germany !

Heute melde ich mich zu Wort, hab auch mal Lust bekommen zu schreiben. Wir sind inzwischen auf der Suedinsel angekommen, doch dazu spaeter mehr.

Zunaechst muss ich mal zwei Dinge loswerden : Wir hatten abgesehen von einem voll verregneten Tag, den wir aber im Kauri-Wald und danach geschuetzt in einem Holiday-Park verbrachten, nur Glueck mit dem Wetter : Jeden Tag Sonne und Waerme, genial ! Und dann : Neuseeland ist echt ein Traum ! Allein schon die Nordinsel hat so viel zu bieten, bombastisch ! Aber jetzt die Fortsetzung von Hubis Bericht :

Nach dem herausfordernden, aber faszinierenden Trekking (wir spuerten noch tagelang jeden Muskel vom Po abwaerts !) war unser naechstes Ziel die beruehmten Glowworm Caves in Waitomo. Die haben voll gelohnt. Wir hatten praktisch eine Privatfuehrung bei Rob (very nice Maori-guy) und konnten eine Hoehle bestaunen, in der Hunderte von Wuermern vor sich hin gluehten und ihre Leimfaeden zum Fangen von Insekten spannen. Really amazing ! Der Tag wurde abgerundet durch zwei Naturereignisse der besonderen Art : eine steingeformte, bewachsene Bruecke und den Marokopa-Wasserfall. Beeindruckend !

Foto von der Bruecke:

Dann ging es nach New Plymouth. Die Stadt ist an sich nicht der Hit, aber wir hatten einen guten Grund, sie anzusteuern : Matzis Geburtstag dort feiern ! Wir waren in einem echt schoenen Hostel, und ihr Tag war perfekt: Strahlender Sonnenschein bei fast 25 Grad. So gab es zunaechst ein ausgiebiges Sektfruehstueck, danach ging es in einen schoenen Park und dann an das Meer (schwarzer Sand !). Nachmittags grillten wir gemuetlich, und dann kam Janas und Hubis Ueberraschung fuer den Abend : Im Theatre vor Ort gastierte Michael Jacksons HIStory Tour, und die beiden hatten im Vorwege Karten besorgt. Es war echt spitze, Matzi ahnte nichts. Die Ueberraschung war voll gelungen, Danke euch beiden!

Der naechste Tag fuehrte uns dann zum bis dato schoensten Hostel unserer Reise: Moana Lodge in Plimmerton noerdlich von Wellington, direkt am Strand (wir nahmen auch ein Bad im Meer, gefuehlt 16-17 Grad, brrrr !) Tags drauf schauten wir uns Neuseelands Hauptstadt Wellington an, erst aus 200 Meter Hoehe vom Mount Victoria aus, wunderschoen, und dann die City selbst. Ich muss sagen, die Stadt hat Atmosphaere im Gegensatz zu Auckland, hat Spass gemacht dort herumzulaufen, trotz des allgegenwaertigen heftigen Windes (die Stadt machte ihrem Spitznamen Windy Welly alle Ehre).

Und abends wartete dann die Faehre nach Picton auf der Suedinsel, und hier sind wir jetzt. Inzwischen regnet es (der erste Regen seit 10 Tagen), aber wir konnten den Tag noch bei Sonne fuer unsere Tour durch die wunderbaren Marlborough Sounds geniessen, erst eine gute Stunde mit dem Boot zu  einer Bucht am Ende der Sounds, dann 10,5 km zu Fuss an Land mit immer wieder atemberaubenden Ausblicken auf die tuerkisfarbenen Meeresbuchten, umgeben von gruenen Huegeln (seid gespannt auf die Fotos !) zu einer anderen Bucht, dann mit dem Boot wieder zurueck nach Picton. Great !

Ja ihr Lieben, bei so vielen Eindruecken verschiedenster Art, jeder fuer sich unglaublich, geht einem das Herz ueber ! Dazu noch die ueberall aeusserst netten Leute lassen uns diese Tage in vollen Zuegen geniessen. Nicht zuletzt, weil Jana und Hubi alles so wunderbar geplant und organisiert haben und wir soviel Spass miteinander haben, ihr sorgt mit dafuer, dass diese 4 Wochen hier fuer uns unvergesslich sein werden, ganz lieben Dank !

Morgen geht es nach einem moeglichen Abstecher an die Ostkueste bis Kaikoura (weather permitting) rueber zur Westkueste Richtung Greymouth und Westport. Und es warten noch soviele Highlights auf der Suedinsel auf uns, z.B. zu erklimmende Gletscher, Queenstown, der Milford Sound und, worauf ich mich besonders freue : Pinguine live ! Wir sind gespannt und melden uns naechste Woche wieder. See you !